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Featherweight Steroid Teil 2

Im letzten Blogartikel habe ich die Kämpfe des Featherweight Steroid auf den Mad-Metal-Machines Vol. 20 umfangreich beschrieben. Dabei habe ich euch das Versprechen gegeben, bei nächster Gelegenheit ebenso umfangreich über den Bauprozess von Steroid zu berichten. Bislang gab es nur einen Blogartikel, der in groben Schritten eine Idee für einen Next-Generation-Schnauzer-Schaukampfoboter umriss. Vorab möchte ich mich über die schlechte Qualität des Bildmaterials entschuldigen. Da der Zusammenbau von Steroid vor dem Event mit großer Eile erfolgen musste wurde die Baudokumentation via Handykamera durchgeführt.

Am Anfang von Steroid stand die Idee, einen auf dem erfolgreich Design von Schnauzer aufbauenden Pusher der nächsten Generation zu bauen. Das bedeutete vor allem, dass stärkere Motoren und Reifen mit besserer Traktion verbaut werden sollten. Als Boden- und Deckelplatte sollte wieder 10 mm dickes Polycarbonat verwendet werden, da damit bereits bei Schnauzer gute Erfahrungen gemacht wurden. Weiters kann man so in den Schaukampfroboter "hineinschauen" was die Maschine für die Zuschauer optisch interessanter macht. Auf der nächsten Abbildung sind Fotos von einer ersten Anprobe aller Bauteile und Komponenten auf der Bodenplatte zu sehen:

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Auf der Abbildung sind die vier Stück RobotPower Magnum 775 Motoren deutlich zu erkennen. Am Ende der 12,7 mm dicken Achsen befinden sich mit Polycarbonat-Adapterklötzchen verschraubte Kugellager. Diese sollen in der fertigen Maschine verhindern, dass die gesamte Gewichtslast des Roboters über die Reifen einseitig das Getriebe belastet. In der Mitte befindet sich ein LiPo-Akku mit 5 Zellen und einer Kapazität von 5000 mAh. Das Aluminium-Gehäuse darunter sollte später den Eigenbau-Fahrtregler aufnehmen. In der rechten oberen Bildecke ist auch die Sicherung erkennbar. Es handelt sich dabei um eine 80 A Sicherung für HiFi-Endstufen aus dem KFz-Bereich, welche bei Conrad erhältlich ist. Ebenfalls von Conrad stammen die vergoldeten Stromverteilerblöcke, welche am linken oberen Bildrand zu sehen sind.

Die Seitenpanzerung von Steroid sollte im Gegensatz zu Schnauzer nicht aus 12 mm HDPE + 3 mm Stahl sondern aus 20 mm weißem HDPE bestehen. Dadurch herrscht eine genügende Dicke um selbst den gefräßigsten der derzeit in der Szene aktiven Spinner-Bots das Maul zu stopfen 🙂 In der nächsten (frontalen) Abbildung sind neben der Seitenpanzerung auch die Motorwellenlager in ihren Polycarbonat-Klötzchen gut erkennbar.

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Die Schräge der Seitenpanzerung beträgt übrigens nicht wie bei Schnauzer 45° sondern ist bei Steroid 60°. Dadurch kann der Bot kürzer werden, was wiederum Gewicht spart. Auf der nächsten Abbildung ist noch einmal der vollständige Bot mit aufgelegten Komponenten dargestellt.

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Als Bereifung für die Motoren wurden Buggy-Reifen aus dem RC-Modellbaubereich eingesetzt. Diese Reifen haben in ihren Felgen eine Aufnahme für einen Sechskantmitnehmer. Auf der Motorachse wurde nun ein solcher Sechskantmitnehmer mittels Madenschrauben (und Loctite 🙂 ) befestigt.

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Ebenfalls auf der Abbildung ist die aus Polycarbonat bestehende Motorhalterung zu sehen. Sie ist für die Herstellung der Verbindung von Motor zu Bodenplatte verantwortlich. Das schwarze HDPE-Klötzchen am hinteren Ende des Motors soll diesen bei starken Spinnereinschlägen davor bewahren, sich aus dem angeflanschten Getriebe loszureißen.

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Auf der nächsten Abbildung sind dann noch einmal alle Motoren mit Reifen und Motorhalterung zu sehen, bereit um in den Featherweight eingebaut zu werden 🙂

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Damit die Motoren auf die Bodenplatte verbaut werden können müssen zuerst die Öffnungen für die Reifen mittels Stichsäge herausgeschnitten werden. Auf der nächsten Abbildung ist dieser Schritt bereits geschehen und zusätzlich ist bereits der erste Motor montiert.

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Nun ging es zügig voran und es wurden in weiterer Folge auch die anderen drei Motoren auf die Grundplatte via M5-Schrauben verschraubt. Als Muttern kamen dabei Sicherungsmuttern zum Einsatz um ein Lösen der Schraubverbindungen bei Vibrationen zu verhindern.

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In der Mitte des Bots wurde eine Akkuhalterung aus Polycarbonat eingebaut. Sie soll später den 5S LiPo-Akku aufnehmen:

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Auf der nächsten Abbildung sind bereits alle Motoren, die Akkuhalterung sowie zusätzlich die 80 A Sicherung sowie die (vergoldeten) Stromverteilerblöcke, die Anschlüsse für den Removable Link und die rote Status-LED montiert.

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Die nächste Abbildung zeigt den selben Bauzustand allerdings in einer Ansicht von unten. Hier bekommt man einen guten Eindruck davon, wie viele Schrauben den Bot tatsächlich zusammenhalten 🙂

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Bis jetzt waren die Motorwellenlager noch nicht mit der Seitenpanzerung verbunden. Dieser Schritt wird jedoch jetzt nachgeholt. Dazu wird nach dem Maß nehmen Seitenpanzerung und Motorwellenlager in den Schraubstock eingespannt und via Holzschrauben miteinander verbunden.

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Die fertige (rechte) Seitenpanzerung mit den beiden montierten Motorwellenlagern sieht dann so aus:

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Nun können die Seitenpanzerungen mit der Bodenplatte verschraubt werden. Hierfür kommen 4,5 mm Holzschrauben mit Torx-Kopf zum Einsatz. Auf der nächsten Abbildung ist außerdem bereits die Heckpanzerung verschraubt. Dabei handelt es sich um eine 12 mm dicke schwarze HDPE-Platte.

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Als Frontschild war ursprünglich ein 2,4 mm starkes Schild aus Stahl vorgesehen, welches von meiner Schwester und ihrem Freund liebevoll lackiert wurden. Leider brachte das Frontshield 825 g auf die Waage was zu einem Featherweight-Gesamtgewicht von 13,8 kg führte *autsch*.  Zum Glück konnte dennoch rasch eine Lösung gefunden werden. Mario vom niederländischen Team RCC hat sich kurzfristig bereiterklärt ein Frontschild aus 4 mm dickem Titan nach meinen Vorgaben zu zuschneiden. Das Titanschild bietet nicht nur einen 100 % Spinnerschutz sondern besticht auch durch sein geringes Gewicht von lediglich 525 g. Auf der nächsten Abbildung ist der fertig zusammengebaute Featherweight Steroid mitsamt Titanfrontschild zu sehen.

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Von dem Aufbau der Verkabelung selbst existieren keine Bilder, da dies in den letzten Tagen vor dem Event in zahlreichen Nachtschichten durchgeführt wurde. Als Kurzzusammenfassung darf festgehalten werden, dass der Eigenbau-Fahrtregler den großen Stromhunger der Motoren nicht verkraftet hat und bereits beim Werkbanktest mit freidrehenden Rädern eine Leiterbahn verdampft ist. Obwohl dies grundsätzlich ein behebbares Problem ist habe ich dann kurz entschlossen kein Risiko einzugehen und vier Stück BotBitz 85 A ESC's aus Englang bestellt und in Steroid eingebaut. Auf der nächsten Abbildung sind zwei der vier Fahrtregler sowie der Empfänger erkennbar.

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Die anderen beiden Fahrtregler befinden sich direkt unter den oberen beiden Fahrtreglern. Weiters wurden zusätzliche Stromverteilerblöcke notwendig, welche sich unter dem Empfänger befinden.

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Auf der nächsten Abbildung ist noch einmal der komplette nun fertig aufgebaute Bot in einer Ansicht von unten dargestellt. Aufgrund der zahlreichen Kabelstränge (4 mm dickes Silikonkabel) kann man erkennen, dass der Einbau der Elektrik/Elektronik ein zeitaufwendiges Unterfangen darstellt.

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Alles in Allem ist Steroid ein gelungener Featherweight, wenn man von kleinen Kinderkrankheiten wie den abgedrehten Reifenmitnehmern absieht. Diese sollten jedoch bis zum nächsten Event behoben sein und Steroid sich dann von seiner besten Seite in der Arena präsentieren können 🙂

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Featherweight Steroid bei den Mad-Metal-Machines Vol. 20

Nachdem im vorangegangenen Blogartikel die Kämpfe des Featherweights Schnauzer dokumentiert wurden, soll es in diesem Blogartikel nun um den neu erbauten Featherweight Steroid gehen. Wir überspringen zwar damit einen Schritt, denn es wurde die Baudokumentation von Steroid bis jetzt nicht als Blogartikel veröffentlicht - Dies soll aber bei nächster Gelegenheit nachgeholt werden. Vorab zwei Bilder von Steroid, wie er zu Beginn des 20-ten Mad-Metal-Machines Events ausgesehen hat.

3D-Ansicht:

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Vorne/Oben-Ansicht:

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Insgesamt wurden bei Steroid vier drehfreudige Robot Power Magnum 775 Brushed-Getriebemotoren mit einem theoretischen maximalen Drehmoment von 17.6 Nm verbaut. Die Getriebestufe ist als zweistufiges Planetengetriebe ausgeführt, wobei die Getriebeübersetzung 20:1 beträgt. Auf der Vorderseite ist ein 525 g schweres Frontschild auf 4 mm starken Titan verbaut. Boden- und Deckelplatte bestehen aus 10 mm dickem Polycarbonat/Makrolon. Die Seitenpanzerung besteht aus 20 mm dickem weißen HDPE, das Heck ist mit einer 12 mm dicken schwarzen HDPE-Platte verkleidet. Eine detailliertere Beschreibung des Innenlebens wird dann in der Steroid-Baudokumentation zu finden sein, welche demnächst nachgereicht wird.

Nach dieser kurzen Beschreibung wollen wir uns nun den Kämpfen von Steroid widmen. Gleich in Runde 1 wurde Steroid mit Valkiri 3 vom niederländischen Team RCC ein sehr starker Gegner zugelost. Valkiri 3 (ein Vertikalspinner) wurde bei den letzten Mad-Metal-Machines wegen seiner gefährlichen Waffe die Teilnahme untersagt. Diesmal durfte er aber unter der Bedingung einer Begrenzung der maximalen Drehzahl am Event teilnehmen.

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Als zweiter Roboter nahm der Pusher Fluffy vom Team Dark Voltage an der ersten Runde teil. Aufgrund der dünnen Aluminiumpanzerung von Fluffy hielt sich auch die Begeisterung des Fluffy-Fahrers über den zugelosten Gegner Valkiri 3 in Grenzen.

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Da Valkiri 3 der gefährlichere Gegner ist habe ich Steroid noch während der Startphase mit der Front genau auf Valkiri 3 ausgerichtet. Nach dem Startsignal (3 - 2 - 1 - Activate 🙂 ) konnte Steroid dann die Stärke seiner Motoren voll ausspielen und hat Valkiri 3 mit voller Geschwindigkeit gegen die Arenawand gerammt - noch bevor dieser eine Chance hatte seine gefährliche Spinnerscheibe auf eine brauchbare Drehzahl zu bringen. Es folgte ein Getümmel von Steroid, Valkiri 3 und Fluffy auf engstem Raum bei dem Steroid Valkiri 3 auf den Rücken legen konnte - und durch eine unbedachte Steuerbewegung auch gleich wieder aufrichtete -.- Dadurch war es Valkiri 3 möglich Steroid einen Schlag auf die Seitenpanzerung zu verpassen. Dabei wurden Teile der Seitenpanzerung herausgerissen und die Deckelplatte so stark nach oben gebogen, das die Reifen auf einer Seite nicht mehr bis auf den Boden reichten. Steroid war dadurch nicht mehr steuerbar war -.- Den Schaden könnt ihr in der nächsten Abbildung begutachten:

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Ein weiterer von diesem ersten Kampf davongetragener Schaden war, dass sich die Motorwellen-Reifenverbindung unreparierbar gelöst hatte und somit keine Kraftübertragung von der Motorachse auf die Reifen mehr möglich war. Dies kam dadurch zustand, dass die Sechskant Reifenmitnehmeraufnahme im Reifen aus Plastik durch das starke Drehmoment der Motoren einfach "abgedreht" wurde. Infolgedessen war Steroid in allen nachfolgenden Kämpfen nur mehr Spielball der restlichen Teilnehmer.

In Runde 2 trat Steroid gegen die Featherweights Blähboy und Tormenta 3 an. Blähboy ist ein mit Kompressoren ausgestatteter Lifter vom bayrischen Team IBF. Blähboy hat bereits an zahlreichen Wettbewerben teilgenommen und konnte dabei sein Design immer weiter verbessern, was die Maschine in der Arena zu einem ernst zunehmenden Gegner macht.

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Der zweite Gegner war der spätere Turniergewinner Tormenta 3. Dieser vom englischen Team Ranglebox stammende Bot ist die bereits dritte Version mit einem an den US-Amerkanischen Heavyweight Sewer Snake angelehnten (Waffen-)Design. Die Kombination aus beweglicher Schaufel und "Gabel" ermöglichen es Tormenta 3 vergleichsweise einfach, andere Roboter zu unterfahren und sie anschließend auf den Rücken legen oder an die Wand zu lehnen.

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Nach einigem Hin- und Hergefahre konnte Tormenta 3 Blähboy auf den Rücken befördern. Da die Selbstaufrichtung von Blähboy nicht funktionierte bedeutete dies das Aus von Blähboy. Mangels Manövrierfähigkeit von Steroid konnte auch dieser demselben Schicksal nicht lange entrinnen -.-

Der dritte Kampf wurde gegen die Featherweights Stalker und Zero geführt. Stalker ist ein Pusher des Teams Flatliner, der ursprünglich als elektrischer Lifter mit vier Rädern konzipiert war. Nach einem Umbau wurde der Liftarm jedoch festgeschweißt und die hinteren Räder entfernt sodass die auf der nachfolgenden Abbildung zu sehende Maschine entstand:

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Zero ist ein elektrischer Four-Bar-Lifter des englischen Teams Hills. Leider ist kein Foto dieser sehr schön konstruierten Maschine verfügbar. Obwohl jeglicher Manövrierfähigkeit beraubt nahm Steroid an diesem Kampf teil, da eine Nichtteilnahme 0 Punkte bedeutet hätte. Selbst wenn Steroid als Verlierer aus der Runde hervorgegangen wäre (was er auch ist) könnten auf diesem Weg 2 Punkte gesammelt werden. Da die anderen Roboter auch keine zerstörerischen Waffensysteme besaßen war der Verlust der Maschine kein Risiko. Am Ende kam es wie bereits zu Beginn angenommen ... Steroid wurde von Stalker in der Grube versenkt -.- Auch wenn man innerlich bereits auf den Moment vorbereitet ist gibt es dann doch einen kleinen Stich, wenn den eigenen Bot in der Grube verschwinden sieht ...

Dank seiner Teilnahme an allen Kämpfen konnte Steroid noch genügend Punkte für den geteilten 6. Platz sammeln. Natürlich hatte ich auf ein besseres Ergebnis gehofft, allerdings treten beim ersten Event dann immer kleine oder größere Kinderkrankheiten auf, die man beim Bau einfach nicht voraussehen konnte (Stichwort Motorwelle - Reifenverbindung). Diese werden nun in den nächsten Monaten beseitigt und so kann Steroid beim nächsten Event sich dann hoffentlich von seiner besten Seite zeigen und seine Stärken optimal ausspielen.

Damit wären wir nun am Ende unseres Blogartikels angelangt - Zeit für das Video 🙂

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LXRobotics auf den Mad-Metal-Machines Vol. 20

Am 26. und 27.09.2015 haben sich nun mittlerweile zum 20-ten mal Schaukampfroboter aus Deutschland, Österreich, Niederlande und Großbritannien bei den Mad-Metal-Machines in der Rollsporthalle in Bochum ein Stelldichein gegeben. LXRobotics hat mit zwei Schaukampfrobotern am Event teilgenommen: Den Featherweights Schnauzer und Steroid. Auf dem nächsten Foto sind beide Featherweights "gestackt" zu sehen, bereit für die Abfahrt nach Bochum:

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Das schwarze Rechteck mit dem weißen Steroid-Schriftzug auf der Oberseite des Featherweights ist ein 2,4 mm dickes Stahlschild, welches ursprünglich als Frontpanzerung für Steroid vorgesehen war. Für das Event wurde aus Gewichtsgründen aber letzten Endes eine 4 mm starke Titan-Panzerung verbaut. Wie es den beiden Team-Featherweights Steroid und Schnauzer bei den Mad-Metal-Machines ergangen ist, wird in einem jeweils eigenen Blogartikel thematisiert werden.

Dieser Blogartikel hat seinen Fokus in der Berichterstattung über das Event selbst: Nach einer 9-stündigen Autofahrt am Freitag sind wir gegen 23:00 Uhr bei unserem Hotel in Bochum angekommen, wo wir nur noch das Auto entladen und uns dann sofort ins Bett begeben haben. Am nächsten Morgen sind wir zu der in der Nähe des Events befindlichen Bäckerei Löscher gefahren, wo wir uns ein ausgiebiges Frühstück genehmigt haben. Dermaßen gestärkt sind wir dann zur Eventlocation, der Rollsporthalle in Bochum (Harpener Heide 5) aufgebrochen. Als erstes haben wir dort den Arbeitsbereich aufgebaut und letzte Vorbereitungsarbeiten an unseren beiden Featherweights durchgeführt: Die Akkus wurden noch einmal geladen, die Titan-Frontpanzerung von Steroid montiert und die Funktionstüchtigkeit der Elektronik überprüft.

2015-09-26-MMM-20-2-LXRobotics-BoothInzwischen hatte sich die Rollsporthalle gut gefüllt und zahlreiche Teilnehmer waren ebenso mit letzten Vorbereitungsarbeiten an ihren Maschinen beschäftigt. Nebenbei blieb aber noch genügend Zeit für den gepflegten Austausch zwischen den Roboteers 😉

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Die Pokale waren diesmal besonders kunstvoll gefertigt und so haben wir den Featherweight-Pokal bereits vorab einmal ausgiebig in Augenschein genommen. Achtung Spoiler: Leider hat ihn ein anderer mit nach Hause genommen -.-

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Danach sind wir durch die Halle spaziert und haben Fotos zahlreicher anderer Roboter geschossen, welche wir euch nicht vorenthalten möchten:

Adrenalin / Featherweight / Team Flatliner: Ein pneumatisch betriebener Flipper der immer für eine gute Show zu haben ist. Es ist eine sehr robuste Maschine welche bereits zahlreiche Verbesserungen erhalten hat was Adrenalin in der Arena zu einem ernst zunehmenden Gegner macht.

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Stalker / Featherweight / Team Flatliner: Urspünglich als elektrisch betriebener Lifter mit Vierradantrieb konzipiert ist Stalker derzeit mit entfernter Lifter-Mechanik und nur zwei Reifen als Pusher in der Arena unterwegs. Aufgrund des aus Stahl geschweißten Rahmens ist er praktisch unkaputtbar.

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Enigma / Raptorweight / Team Flatliner: Hier handelt es sich um einen Vertikal-Spinner der Raptorweight-Klasse.

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Alptraum / Raptorweight / Team Flatliner: Alptraum ist ein dem US-amerikanischen Heavyweight Nightmare nachempfundener Raptorweight, der jedoch nur Demokämpfe bestritten hat.

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Blähboy / Featherweight / Team IBF: Blähboy ist enthält zwei 12 V KFz-Kompressoren welche Pufferspeicher befüllen welche wiederum den großen Pneumatikzylinder antreiben. Von der Hebecharakteristik gleicht er eher einem Lifter als einem Flipper, ist in der Arena aber nicht zu unterschätzen.

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Weps / Raptorweight / Team IBF: Bei Weps handelt es sich um einen Horizontal-Spinner der Raptor-Klasse.

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Rat-Rap / Raptorweight / Team IBF: Bei Rat-Rap handelt es sich um einen elektrisch betriebenen Lifter:

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08/15 / Raptorweight / Team Last Minute: Bei 08/15 handelt es sich um einen Pusher der Raptorweight-Klasse:

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Dark Galaxy / Raptorweight / Team Dark Voltage: Dark Galaxy ist ein Vertikal-Spinner. Das Schwungrad wurde dabei aus einem Verbundwerkstoff hergestellt.

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Kecil / Antweight / Team Upstart: Zur Abwechslung nun ein Vertreter der nur 150 g schweren Antweights: Kecil von Team Upstart ist das Resultat der ersten Gehversuche des englischen Neueinsteigers Walters in das Thema Schaukampfrobotik. Wir finden: Eine schön aufgeräumte Maschine 😉

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Binky / Featherweight / Team Eventorizon: Ebenfalls aus England jedoch etliche Gewichtsklassen schwerer ist Binky, ein Vertikal-Spinner mit weiß lackierter Hardox-Panzerung.

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Mattock / Featherweight / Team Eventorizon: Der Hammer/Axt-Bot Mattock wurde nur zu Demonstrationszwecken mitgebracht. Da er über dem maximal erlaubten Gewichtslimit von 13,6 kg lag konnte er nicht im Wettkampf eingesetzt werden.

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Conker 3 / Featherweight / Eventorizon: Bei Conker 3 handelt es sich um einen Drum-Beater. Das Grundkonzept ähnelt dabei einem Trommelspinner - mit dem Unterschied, das keine Trommel/Zylinder rotiert sondern ein Rahmen aus Stahl. Der Vorteil: Es lässt sich bei gleichem Gewicht mehr kinetische Energie aufbauen als bei einem Trommelspinner.

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Tormenta 3 / Featherweight / Team Ranglebox: ... here comes the winner. Diese Maschine hat zusammen mit seinem Fahrer Ellis das 20-te Mad-Metal-Machines Event in der Kategorie Featherweight gewonnen. Gratulation 😉

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Diablo / Featherweight / Team Hydra: Diablo ist ein leistungsstarker pneumatisch betriebener Flipper. Kleines Manko ist die schlechte Manövrierbarkeit in der Arena.

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Pizza Box / Featherweight / Team EFWAH: Hier gibt es nicht viel zu sagen. HDPE Rahmen, Makrolon-Deckel und Überrollbügel - Fertig ist der Spaßbot 😉

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Fluffy / Featherweight / Team Dark Voltage: Fluffy ist ein aus Aluminium bestehender Pusher. Trotz dieser vergleichsweise leichten Panzerung ging er siegreich aus dem Kampf gegen Valkiri 3 hervor (siehe Video).

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ED-605 / Raptorweight / Team dk_robots: ED-605 ist ein Drum-Beater der Raptorklasse.

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Otis / Raptorweight / Metal Skull Robotics: Bei Otis handelte es sich um einen Drum-Spinner des niederländischen Teams Metal Skull Robotics.

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Nun dürfen wir dem geneigten Leser gratulieren, der hierher durchgehalten hat 🙂 Als Belohnung für die Strapazen gibt es hier nun ein Video, welches die interessantesten Ausschnitte aller Kämpfe in komprimierter Form wiedergibt:

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Featherweight Next-Generation-Schnauzer Teil 1

Der bei den Mad-Metal-Machines Vol. 19 erfolgreich erreichte 1. Platz hat bereits hinlänglich die Tauglichkeit des Featherweights Schnauzer als Schaukampfroboterplattform bewiesen. Dennoch liegt die Herausforderung eines jeden Tüftlers in der beständigen Verbesserung seiner Kreationen und so habe auch ich bereits über weitere Verbessungsmöglichkeiten nachgedacht. Als erstes musste ich mich jedoch nach neuen Motoren umsehen, da die bisher eingesetzten GR-02 von Gimson Robotics aus deren Sortiment genommen wurden.

Das Schöne an den Mad-Metal-Machines-Events ist, dass ein ungezwungener Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern stattfindet und man auf Anfrage gerne auch unter die Haube Panzerung der jeweiligen Schaukampfroboter sehen kann. Dabei habe ich bei dem Vertikal-Spinner Valkiri 3 des niederländischen Teams RCC den Magnum775 Gearmotor von Robot Power entdeckt.

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Aufgrund der überaus interessanten Spezifikation und der im Vergleich zu dem GR-02's besseren Werte (maximales Drehmoment nach Getriebe = 17,6 Nm, verglichen zu 12,1 Nm bei den GR-02's) habe ich mich entschlossen 4 Stück dieser Biester nach Österreich zu importieren. Eventuellen Nachahmern sei dabei aber an dieser Stelle ins Stammbuch geschrieben, dass dies ein nicht ganz billiges Unterfangen ist und eventuell sich in Europa auch deutlich günstiger Getriebemotoren für die Featherweight-Klasse besorgen lassen. Entsprechende Hinweise nehme ich gerne entgegen. Die Kombination aus Versand, Preis der Motoren + Zoll ergeben am Ende nämlich stattliche 500 €, womit sich ein Einzelmotorpreis von 125 € ergibt. Die Motoren kommen übrigens ohne Stromkabelanschluss mit EC5-Stecker, dieser wurde von mir nachträglich hingefügt.

Um eine optimale Übertragung des gewaltigen Drehmoments auf den Boden sicherzustellen ist bei der neuen Version von Schnauzer eine Doppelbereifung für jede Achse vorgesehen. Zum Einsatz kommen wieder die bereits bei Schnauzer bewährten blauen Schwerlasttransportrollen:

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Aufgrund des höheren Gewichts einer einzelnen Antriebseinheit bestehend aus Getriebemotor +  Reifen muss der neue Featherweight bei gleicher Panzerdicke eine geringere Größe als Schnauzer aufweisen, da er sonst das Gewichtslimit übersteigen würde. Die nächsten Schritte bestehen daher in einer gründlichen Designphase des Chassis sowie der Montage der Reifen auf den Motorachsen.

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